Schlagwort: Fahrradrouten

  • EINE Klage stoppt ALLE Fahrradstraßen – muss das so sein?

    EINE Klage stoppt ALLE Fahrradstraßen – muss das so sein?

    Viele Bonner:innen haben mitbekommen, dass kürzlich die Klage eines Anwohners gegen die Einrichtung der Fahrradstraße „Auf den Steinen“ in einem Eilverfahren zu einem Urteil gegen die Stadtverwaltung geführt hat. Dabei kritisierte das Gericht vorwiegend die Begründung für die Anordnung der Fahrradstraße. Die gewählten Argumente der Sicherheit für Radfahrende wurden nicht mit den geforderten Nachweisen hinterlegt. Leider ist unser Straßenverkehrsrecht so, dass eine Einschränkung des motorisierten Verkehrs nur in einem sehr engen Rahmen erfolgen kann. Wenn über eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern argumentiert wird, muss diese nachgewiesen und alle Alternativen müssen abgewogen werden. Erst dann ist eine Verkehrseinschränkung wie z.B. die Fahrradstraße zulässig. Das ist in einer Nebenstraße wie in Ückesdorf schwer nachweisbar, wenn nicht schon mehrere Radfahrende bei Unfällen zu Schaden gekommen sind. Da hat das Gericht wohl Recht.

    Aber ganz so exklusiv auf den Autoverkehr fokussiert ist unser Straßenverkehrsrecht nicht mehr. Es gibt auch die Möglichkeit, Fahrradstraßen dort anzulegen, wo erwartet wird, dass das Fahrrad zum vorwiegenden Verkehrsmittel wird. Dies ist in unseren Augen der Sinn der Fahrradrouten. Gute, sicher zu befahrende und intuitiv zu findende, durchgehende Fahrradrouten werden den Radverkehr bündeln und andere Strecken entlasten. Wenn die Stadtverwaltung nicht nur beliebige Stücke des umfassenden, 2023 beschlossenen Radnetzes ausbauen würde, sondern sich Strecke für Strecke durcharbeiten und Durchgängigkeit erzeugen würde, wäre diese Effekt auch erleb- und nachweisbar. Auch wenn die Straße „Auf den Steinen“ eine Wohnstraße mit wenig Autoverkehr (und damit wenig Gefährdung) ist, ist sie doch Teil der wichtigen Ückesdorfer Schulroute, an deren Strecke unter anderem zwei kooperierende Schulen liegen und Schüler*innen stundenweise von Ückesdorf zum Hardtberg wechseln müssen.

    21.000 Unterschriften für durchgängige Radrouten. 1 Klage für den Parkplatz vor der Haustüre.

    Als weitere Option lassen sich auch Gründe der Stadtentwicklung anführen, um die Fahrradstraßen zu begründen. Das schreibt sogar das Gericht in seiner Pressemeldung: „Soweit dem Grunde nach die Anordnung einer Fahrradstraße zur Unterstützung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung getroffen werden könnte, um gemeindliche Verkehrskonzepte zu fördern, hat die Stadt Bonn ihre Entscheidung hierauf nicht gestützt.“ Das klingt nach einem wesentlichen Fehler, der der Stadtverwaltung (Stadtplanungsamt und Straßenverkehrsbehörde) und dem beratenden, externen Anwaltsbüro unterlaufen zu sein scheint. Für die Umsetzung des Radentscheids und den Ausbau von Fahrradrouten in Bonn ist das eine schlechte Nachricht.

    Auf das Urteil zur Fahrradstraße „Auf den Steinen“ erfolgte ein komplettes Moratorium für die Umsetzung der neuen Fahrradstraßen. Die einzelne Klage eines Anwohners, dem es in unseren Augen vorwiegend um den öffentlichen Parkplatz für das private Auto geht, hat somit einen gesamtstädtisch wichtigen Prozess gestoppt. Einen Prozess, der durch 28.000 Unterschriften für den Radentscheid und einen Ratsbeschluss mit einer Stimmenmehrheit von über 80 % initiiert wurde. Wir verstehen das nicht. Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung fundiert gearbeitet hat, die Fahrradstraßen im Prinzip dem geltenden Recht entsprechen und man sie auch so begründen kann. Warum akzeptiert die Politik dieses Moratorium in einem Prozess, der schon im Vorfeld großen Verzögerungen unterlegen war?

    Die Anordnung der Fahrradstraße „Auf den Steinen“ ist zurückgenommen worden. Jetzt müssen die Möglichkeiten einer neuen Anordnung geprüft werden und mit den geforderten Abwägungen und Begründungen hinterlegt werden. Denn das Gericht sagt auch. „Der Antragsgegnerin (Stadt Bonn, Anm. d.V.) bleibt grundsätzlich die Möglichkeit, den Sachverhalt umfangreicher zu ermitteln und unter Abwägung der widerstreitenden Interessen eine neue verkehrsrechtliche Anordnung zu erlassen.“ Ziel muss also sein, zu einer gerichtsfesten Neuanordnung der Fahrradstraße „Auf den Steinen“ zu kommen. Das gleiche muss dann für alle neuen Fahrradstraßen einzeln überprüft und ggf. geändert, neu angeordnet werden. Ein mühsamer Weg, den unser Verkehrsrecht fordert, denn „Das Schutzgut der Ordnung des Verkehrs bezieht sich auf einen Zustand, in dem die Leichtigkeit und Flüssigkeit des fließenden wie ruhenden Verkehrs gewährleistet ist.“ (Zitat aus dem Urteil des Verwaltungsgerichts Köln). Verkehr bezieht sich dabei auf den Autoverkehr. Andere Verkehrsarten stehen dahinter zurück. 28.000 Unterschriften für ein durchgängiges Radwegenetz in Bonn sind kein Argument, um dieses Schutzgut minimal einzuschränken.

    Wir fordern, dass die Verwaltung jetzt Kompetenz und Rückgrat zeigt, aus dem Fehler lernt und in einem zügigen Prozess die Neuanordnung der Fahrradstraßen realisiert. Wir wissen, wie lange es dauert, eine Firma zu finden, die die Markierungen durchführt. Daher darf jetzt keine Zeit verloren werden. Wetterbedingt müssen die Markierungsarbeiten im Winterhalbjahr ruhen. Aber sobald das Frühjahr kommt, müssen die Arbeiten wieder aufgenommen werden, um die beschlossenen Strecken endlich zu realisieren.

    Parallel dazu liegt eine zweite Klage gegen eine der neuen Fahrradstraßen, diesmal zur Rheinaustraße, beim Gericht. Hier geht es nicht um ein Eilverfahren, sondern die Rechtmäßigkeit wird in einem Hauptverfahren geklärt. Dies wird etliche Monate dauern. Auch die Anordnung dieser Straße muss jetzt mit den geforderten Abwägungen und Argumenten hinterlegt werden, um im Prozess nicht wieder zu unterliegen.

    Das Gericht hatte zudem angemerkt, dass es die roten Seitenlinie in den Fahrradstraßen für eine rechtswidrige verkehrsrechtliche Anordnung hält. Dieses Gestaltungselement ist aber scheinbar gar nicht angeordnet. Es handelt sich nur um ein Mittel, um den Charakter der Straße zu betonen, das keine rechtliche Verbindlichkeit für die Nutzer hat. Von Seiten des Verkehrsministeriums NRW kam die Unterstützung für diese Markierung. In dem zwischenzeitlich veröffentlichen „Leitfaden Fahrradstraßen“ der AGFS (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e. V.) wird eine gestrichelte rote Randlinie empfohlen. Auch hier könnte die Verwaltung in unseren Augen den beschlossenen Gestaltungsstandard auf die rote, gestrichelte Randlinie ändern und neu beschließen lassen. Auch das würde weitere Fahrradstraßen weniger angreifbar machen.

    Die Handlungsfähigkeit unsere Verwaltung und politischen Führung ist ein wichtiges Gut in unserer Demokratie. Wir dürfen sie nicht durch Einsprüche Einzelner zu sehr einschränken. Daher ist in unseren Augen jetzt weiteres, überlegtes und zügiges Handeln unabdingbar. Zu oft scheitern Projekt, die im Sinne des Gemeinwohls sind, an den Individualinteressen kleiner Gruppen oder Einzelner. In diesem Fall darf und muss das nicht so sein.

    geschrieben von Steffen

  • Wo die Umsetzung des Radwegenetzes beginnen muss – Teil 3 (Stadtbezirke Bad Godesberg und Hardtberg)

    Wo die Umsetzung des Radwegenetzes beginnen muss – Teil 3 (Stadtbezirke Bad Godesberg und Hardtberg)

    Ein gemeinsamer Vorschlag von Radentscheid und ADFC zur Umsetzung des Bonner Radwegenetzes

    Im Dezember hat der Bonner Stadtrat den den von der Verwaltung vorgelegten Radroutenplan beschlossen. Auf dieser Grundlage haben Radentscheid und ADFC gemeinsam einen Vorschlag entwickelt, welches die sinnvollen nächsten Umsetzungsmaßnahmen wären. Dabei haben wir uns auf die jetzt beschlossenen Netzkategorien Radschnellwege, Radpendlerrouten und Hauptrouten konzentriert. Nachdem wir hier und hier bereits die Vorschläge für die Stadtbezirke Bonn und Beuel veröffentlicht haben, stellen wir jetzt unsere Vorschläge für die Stadtbezirke Hardtberg und Bad Godesberg vor.

    Hinweis: Nicht aufgenommen haben wir die Strecken, die aktuell schon in Planung (z. B.: Adenauerallee) oder in Vorbereitung (z. B.: Bertha-von-Suttner-Platz) sind. Bei den Vorschlägen handelt es sich um die Ergebnisse einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Radentscheid Bonn und ADFC Bonn-Rhein-Sieg.

    Auswahlkriterien für unsere Vorschläge

    Wir sind uns bewusst, dass es im gesamten Bonner Stadtgebiet Lücken in den Radwegenetzen, Infrastruktur in schlechtem Zustand und insgesamt großen Verbesserungsbedarf gibt. Gemäß unserem Ziel, ein durchgängiges, sicheres Radwegenetz für Bonn zu schaffen, schlagen wir Verbesserungsmaßnahmen vor, die verschiedene Stadtteile miteinander verbinden. Bei der Auswahl von Maßnahmen für eine prioritäre Umsetzung haben wir uns an vier Kriterien orientiert:

    1. Wo bestehen besondere Gefahren für die Radfahrenden?
    2. Wo müssen Lücken geschlossen werden, um wichtige Routenabschnitte zu verbinden?
    3. Wo kann man relativ einfach und schnell Fortschritte machen und Strecken ausbauen?
    4. Wo verlaufen wichtige Strecken für Schüler*innen auf dem Weg zur Schule?

    Diese Kriterien haben wir mittels einer Skala von 1-5 zu gewichten versucht, wobei der Wert 1 einer geringen Bedeutung, der Wert 5 einer hohen Bedeutung entspricht.

    Unsere Vorschläge für Bad Godesberg im Überblick

    In gelb sind die Straßenabschnitte dargestellt, die wir für den nächsten Schritt zur Umsetzung des Radroutennetzes vorschlagen. Die dargestellten Routen (schwarze Linien) sind Teil des Hauptradroutennetzes. Bereits beschlossene oder in Arbeit befindliche Umsetzungsmaßnahmen haben wir nicht dargestellt. Alle Routen, auf denen keine unserer prioritären Maßnahmen liegen, haben wir für eine bessere Übersichtlichkeit weggelassen.

    Für die Stadtteilverbindung nach Bad Godesberg sehen wir gute Chancen, die östliche, parallel zur Bahn verlaufende, Radstrecke in der Oscar-Romero-Allee in ausreichender Breite auszubauen. Die Strecke ist schon jetzt durchgängig, aber als Zweirichtungsrad- und Fußweg zu schmal. Wir halten es für möglich, die Strecke unter Beibehaltung des Baumbestands zu verbreitern. Die Route wechselt an der Godesberger Straße durch die Unterführung auf die westliche Bahnseite und sollte ab der Wurzerstraße wieder östlich Richtung Mehlem durch die Nebenstraßen fortgeführt werden.

    Besonders wichtig für den Radverkehr ist die Gotenstraße mit drei anliegenden Schulen. Sie bietet ausreichend Platz. Wegen des Baumbestands kann ein Radweg nicht durchgängig beiderseits der Straße in ausreichender Qualität realisiert werden. Wir sehen aber Möglichkeiten für einen einseitigen Zweirichtungs-Radweg.

    An der Schulroute Pennenfeld liegen fünf Schulen und der Sportpark. Damit hat die Strecke eine hohe Bedeutung für den Radverkehr. Hier sollten Fahrradstraßen eingerichtet und Kreuzungspunkte sowie Parksituationen entschärft werden.

    Bahnparalleler Radweg Ost (zwischen Ollenhauer Straße und Hochkreuzallee, Oscar-Romero-Allee)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute        
    • Die attraktive Route vom Bahnhof UN-Campus nach Bad Godesberg sollte verlängert werden
    • Der Zweirichtungsradweg sollte auf Radentscheid-Standards verbreitert werden (4 Meter Breite)
    • Vorhandene Bäume müssen nicht gefällt werden, sondern können vom Radweg umrundet werden
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    Lesehilfe für die obige Tabelle: ein niedriger Wert ist zu verstehen als „geringe Bedeutung“, ein hoher Wert als „hohe Bedeutung“. Die dargestellte Maßnahme hat daher eine eher geringe Bedeutung als Gefahrenstelle, für den Lückenschluss im Radwegenetz schätzen wir die Bedeutung als hoch ein, ebenso die Möglichkeit, an dieser Stelle „einfach Strecke zu machen“. Die Bedeutung für sichere Schulwege ist eher hoch.

    Godesbergroute (von Wurzer Str. über Roonstraße, Von-Groote-Platz, Seufertstraße, Mainzer Straße bis Austraße

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Hauptroute         
    • Besonderes Augenmerk auf Kreuzung B9 / Wurzerstraße von Godesberger Straße zur Roonstraße
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    Schulroute Gotenstraße

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Hauptroute     
    • Hohe Bedeutung für die Schulwegsicherheit
    • Plittersdorfer Kreisel – Elisabeth-Selbert-Allee: Zweirichtungsradweg auf der Nordseite
    • Elisabeth-Selbert-Allee – Kennedyallee: Zweirichtungsradweg auf der Südseite
    • Bäume können so erhalten werden
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    Schulroute Pennenfeld (Theodor-Heuss-Straße – Zanderstraße – Max-Planck-Straße)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Hauptroute         
    • Hohe Bedeutung für die Schulwegsicherheit
    • Kreuzungen können evtl. als Kreisverkehre umgestaltet werden
    • Teilweise sollten Fahrradstraßen eingerichtet werden
    • Parkplätze sollten eher parallel zur Straße eingerichtet werden
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    Umsetzungsmaßnahmen im Stadtbezirk Hardtberg im Überblick

    Im Stadtbezirk Hardtberg legen wir die Priorität auf die Hauptverbindungsachse zur Innenstadt über Fontainengraben und Schieffelingsweg in Richtung Endenich. Sie erschließt weite Teile des Brüser Bergs und verbindet sie mit der Pendlerroute Meckenheim und der Ost-West-Achse über den Hermann-Wandersleb-Ring. Wir sehen hier Potential für geschützte Radspuren und teilweise Fahrradstraßen.

    Verteil- und Sammelfunktion für den Radverkehr hat dazu der Konrad-Adenauer-Damm. Die Fahrradwege hier sind sehr in die Jahre gekommen, oftmals zu schmal und teilweise unterbrochen. Auf Grund der Platzsituation halten wir es für möglich, weitgehend getrennte Geh- und Radwege nach Radentscheid-Standards zu realisieren.

    Korridor Hardtberg (Fontainengraben, Schieffelingsweg, Flodelingsweg)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Hauptroute
    • Wichtige Verbindung vom / zum Hardtberg ins Tal und weiter über Endenich zum Hauptbahnhof / zur Südstadt
    • Es sollte eine Protected Bike Lane im Fontainengraben und ggf. eine Fahrradstraße im Schieffelingsweg eingerichtet werden
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    Konrad-Adenauer-Damm

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute   
    • Hier sollte eine durchgängige, baulich getrennte Radverkehrsführung nach Radentscheid-Standards von der Rochusstraße (Duisdorf) zur Reichsstraße (Lengsdorf / Ückesdorf) eingerichtet werden
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    Wie geht es weiter?

    Diese Empfehlungen haben wir an die Verwaltung weitergegeben, damit sie geprüft und daraus die nächsten Projekte und ein eigener Umsetzungsplan entwickelt werden können. Gleichzeitig wenden wir uns mit unseren Vorschlägen an die Politik und die Öffentlichkeit. Wir glauben, dass es wichtig ist, Fahrradwege im Netz und über Hauptrouten zu planen und umzusetzen. Dafür wollen wir die inhaltliche Diskussion anstoßen und Verständnis bei den Politiker:innen und Bürger:innen erreichen. Um den Radentscheid umzusetzen, braucht es die Arbeit an durchgehenden Routen. Nur so wird der Nutzen einer durchgängig guten Radinfrastruktur erfahrbar werden.

    Erstellt in Zusammenarbeit mit dem ADFC Bonn/Rhein-Sieg

  • Wo die Umsetzung des Radwegenetzes beginnen muss – Teil 2 (Stadtbezirk Beuel)

    Wo die Umsetzung des Radwegenetzes beginnen muss – Teil 2 (Stadtbezirk Beuel)

    Ein gemeinsamer Vorschlag von Radentscheid und ADFC zur Umsetzung des Bonner Radwegenetzes

    Im Dezember hat der Bonner Stadtrat den den von der Verwaltung vorgelegten Radroutenplan beschlossen. Auf dieser Grundlage haben Radentscheid und ADFC gemeinsam einen Vorschlag entwickelt, welches die sinnvollen nächsten Umsetzungsmaßnahmen wären. Dabei haben wir uns auf die jetzt beschlossenen Netzkategorien Radschnellwege, Radpendlerrouten und Hauptrouten konzentriert. Nachdem wir hier bereits die Vorschläge für den Stadtbezirk Bonn veröffentlicht haben, stellen wir jetzt unsere Vorschläge für den Stadtbezirk Beuel vor. Für die Bezirke Hardtberg und Bad Godesberg werden wir noch einen weiteren Beitrag veröffentlichen.

    Hinweis: Nicht aufgenommen haben wir die Strecken, die aktuell schon in Planung (z. B.: Adenauerallee) oder in Vorbereitung (z. B.: Bertha-von-Suttner-Platz) sind. Bei den Vorschlägen handelt es sich um die Ergebnisse einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Radentscheid Bonn und ADFC Bonn-Rhein-Sieg.

    Auswahlkriterien für unsere Vorschläge

    Wir sind uns bewusst, dass es im gesamten Bonner Stadtgebiet Lücken in den Radwegenetzen, Infrastruktur in schlechtem Zustand und insgesamt großen Verbesserungsbedarf gibt. Gemäß unserem Ziel, ein durchgängiges, sicheres Radwegenetz für Bonn zu schaffen, schlagen wir Verbesserungsmaßnahmen vor, die verschiedene Stadtteile miteinander verbinden. Bei der Auswahl von Maßnahmen für eine prioritäre Umsetzung haben wir uns an vier Kriterien orientiert:

    1. Wo bestehen besondere Gefahren für die Radfahrenden?
    2. Wo müssen Lücken geschlossen werden, um wichtige Routenabschnitte zu verbinden?
    3. Wo kann man relativ einfach und schnell Fortschritte machen und Strecken ausbauen?
    4. Wo verlaufen wichtige Strecken für Schüler*innen auf dem Weg zur Schule?

    Diese Kriterien haben wir mittels einer Skala von 1-5 zu gewichten versucht, wobei der Wert 1 einer geringen Bedeutung, der Wert 5 einer hohen Bedeutung entspricht.

    Unsere Vorschläge für Bonn-Beuel im Überblick

    In gelb sind die Straßenabschnitte dargestellt, die wir für den nächsten Schritt zur Umsetzung des Radroutennetzes vorschlagen. Die dargestellten Routen (schwarze Linien) sind Teil des Hauptradroutennetzes. Bereits beschlossene oder in Arbeit befindliche Umsetzungsmaßnahmen haben wir nicht dargestellt. Alle Routen, auf denen keine unserer prioritären Maßnahmen liegen, haben wir für eine bessere Übersichtlichkeit weggelassen.

    Die Kreuzung der Niederkasseler Straße mit der Autobahnauffahrt Beuel-Nord liegt auf der vielgenutzten rechtsrheinischen Pendlerroute. Die Querung ist momentan mit Gefahren durch die Rechtsabbiegespur der Autobahnabfahrt und lange Wartezeiten für die Radfahrenden ein Hindernis. Die nach Norden folgende Auffahrt zur Siegbrücke ist für Radfahrende zu schmal und von der Leitplanke eingeschränkt. Die ansonsten relativ gut nutzbare Route kann an dieser Stelle eine wesentliche Verbesserung erfahren.

    Auf der Route Beuel – Ennert sehen wir gravierende Gefahrenpunkte, die entschärft werden müssen, um zur einladenden Radstrecke zu werden. Allen voran muss die Abfahrt von der Kennedybrücke in Beuel umgestaltet und sicherer gemacht werden. Der Fahrradstraße Siegfried-Leopold-Straße fehlt die Bevorrechtigung und an etlichen Stellen die ausreichende Breite für Begegnungsverkehr. Die Pützchens Chaussee ist sowohl im unteren wie im oberen Teil sehr gefährlich und kann nur von geübten Radfahrenden genutzt werden. Die nahe Führung des Radschutzstreifens entlang parkender Autos birgt die Gefahr von Dooring-Unfällen. Der schlechte Straßenbelag, zu enge Fahrspuren und der schmale, für Radfahrende freigegebene, Gehweg bei der Talfahrt im oberen Bereich sind zusätzliche Gefahrenpunkte, die behoben werden müssen, auch weil diese Route oft von Schülerinnen des Gymnasiums genutzt wird.

    Konfliktpunkte mit hohen Gefahren sind die Querung der Niederkasseler Straße an der Liestraße, die Kreuzung Siegburger Straße / Pützchens Chaussee sowie die Tankstellenausfahrt auf der Siegburger Straße. Die Beseitigung dieser Gefahrenpunkte sollte vorrangig angegangen werden..

    Niederkasseler Straße (zwischen L16 und Siegbrücke)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute      
    • Die Wartezeiten für den Radverkehr auf dieser wichtigen Radpendlerroute sind unverhältnismäßig lang
    • An der Auffahrt zur Siegbrücke sollte das Geländer auf Leitplanken versetzt werden, es ragt unnötig in den Radweg hinein und verengt diesen
    • Eine Neuaufteilung der Flächen ist notwendig, die Kfz-Fahrbahnen sind im Gegensatz zum Radweg sehr breit
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    Lesehilfe für die obige Tabelle: ein niedriger Wert ist zu verstehen als „geringe Bedeutung“, ein hoher Wert als „hohe Bedeutung“. Die dargestellte Maßnahme hat daher eine eher hohe Bedeutung als Gefahrenstelle, für den Lückenschluss im Radwegenetz schätzen wir die Bedeutung als mittelgroß ein, ebenso die Möglichkeit, an dieser Stelle „einfach Strecke zu machen“. Die Bedeutung für sichere Schulwege ist eher gering.

    Achse durch das Beueler Zentrum (Siegfried-Leopold-Straße – Obere Wilhelmstraße)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Hauptroute     
    • Das Kopfsteinpflaster zwischen den Gleisen sollte abgeschliffen, die Querung der Gustav-Kessler-Straße verbessert werden
    • Auf dieser Route sollte der Radverkehr Vorfahrt erhalten
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    Querung Niederkasseler Straße (Höhe Liestraße)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Hauptroute     
    • Wichtige Kreuzung auch für Schülerinnen aus Geislar
    • An dieser Stelle sollte eine Lichtsignalanlage (Ampel) installiert werden
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    Pützchens Chaussee (unterer Bereich, Siegburger Straße bis Holtorfer Straße)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute      
    • Auf dieser Strecke gibt es viel Fahrradverkehr
    • Hohes Gefahrenpotenzial: der Schutzstreifen für den Radverkehr befindet sich in der Dooringzone. Er wird regelmäßig beparkt, die Oberfläche ist sehr hubbelig
    • Die Straße ist teilweise sehr eng
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    Pützchens Chaussee (oberer Bereich, Holtorfer Straße bis Niederholtorf)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute      
    • Wichtige Verbindung vom Berg ins Tal nach Beuel
    • Auf der Strecke bergauf ist es möglich, eine „Protected Bike Lane“ einzurichten.
    • Auf der Strecke bergab sollte der Radweg verbreitert und vom Gehweg getrennt werden
    • Der Gehweg sollte stattdessen auf der linken Straßenseite bergab führen
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    Gefahrenstelle Tankstellenausfahrt (Siegburger Straße / Fränkische Straße)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Hauptroute       
    • Radweg entlang der Siegburger Straße führt an der Einmündung der Fränkischen Straße vorbei
    • Autofahrende, die dort von der Tankstelle kommen, müssen auf Radverkehr aus zwei Richtungen achten (regelmäßig brenzlige Situationen)
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    Wie geht es weiter?

    Diese Empfehlungen haben wir an die Verwaltung weitergegeben, damit sie geprüft und daraus die nächsten Projekte und ein eigener Umsetzungsplan entwickelt werden können. Gleichzeitig wenden wir uns mit unseren Vorschlägen an die Politik und die Öffentlichkeit. Wir glauben, dass es wichtig ist, Fahrradwege im Netz und über Hauptrouten zu planen und umzusetzen. Dafür wollen wir die inhaltliche Diskussion anstoßen und Verständnis bei den Politiker:innen und Bürger:innen erreichen. Um den Radentscheid umzusetzen, braucht es die Arbeit an durchgehenden Routen. Nur so wird der Nutzen einer durchgängig guten Radinfrastruktur erfahrbar werden.

    Erstellt in Zusammenarbeit mit dem ADFC Bonn/Rhein-Sieg

  • Wo die Umsetzung des Radwegenetzes beginnen muss – Teil 1 (Stadtbezirk Bonn)

    Wo die Umsetzung des Radwegenetzes beginnen muss – Teil 1 (Stadtbezirk Bonn)

    Ein gemeinsamer Vorschlag von Radentscheid und ADFC zur Umsetzung des Bonner Radwegenetzes

    Im Dezember hat der Bonner Stadtrat den den von der Verwaltung vorgelegten Radroutenplan beschlossen. Auf dieser Grundlage haben Radentscheid und ADFC gemeinsam einen Vorschlag entwickelt, welches die sinnvollen nächsten Umsetzungsmaßnahmen wären. Dabei haben wir uns auf die jetzt beschlossenen Netzkategorien Radschnellwege, Radpendlerrouten und Hauptrouten konzentriert. Unsere Vorschläge für den Stadtbezirk Bonn stellen wir in diesem Beitrag vor. In weiteren Beiträgen stellen wir im Laufe der nächsten Wochen die Vorschläge für die Bezirke Hardtberg, Bad Godesberg und Beuel vor. Nicht aufgenommen haben wir die Strecken, die aktuell schon in Planung (z. B.: Adenauerallee) oder in Vorbereitung (z. B.: Bertha-von-Suttner-Platz) sind. Bei den Vorschlägen handelt es sich um die Ergebnisse einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Radentscheid Bonn und ADFC Bonn-Rhein-Sieg.

    Auswahlkriterien für unsere Vorschläge

    Wir sind uns bewusst, dass es im gesamten Bonner Stadtgebiet Lücken in den Radwegenetzen, Infrastruktur in schlechtem Zustand und insgesamt großen Verbesserungsbedarf gibt. Gemäß unserem Ziel, ein durchgängiges, sicheres Radwegenetz für Bonn zu schaffen, schlagen wir Verbesserungsmaßnahmen vor, die verschiedene Stadtteile miteinander verbinden. Bei der Auswahl von Maßnahmen für eine prioritäre Umsetzung haben wir uns an vier Kriterien orientiert:

    1. Wo bestehen besondere Gefahren für die Radfahrenden?
    2. Wo müssen Lücken geschlossen werden, um wichtige Routenabschnitte zu verbinden?
    3. Wo kann man relativ einfach und schnell Fortschritte machen und Strecken ausbauen?
    4. Wo verlaufen wichtige Strecken für Schüler*innen auf dem Weg zur Schule?

    Diese Kriterien haben wir mittels einer Skala von 1-5 zu gewichten versucht, wobei der Wert 1 einer geringen Bedeutung, der Wert 5 einer hohen Bedeutung entspricht.

    Unsere Vorschläge im Überblick

    In gelb sind die Straßenabschnitte dargestellt, die wir für den nächsten Schritt zur Umsetzung des Radroutennetzes vorschlagen. Die dargestellten Routen (schwarze Linien) sind Teil des Hauptradroutennetzes. Bereits beschlossene oder in Arbeit befindliche Umsetzungsmaßnahmen haben wir nicht dargestellt. Alle Routen, auf denen keine unserer prioritären Maßnahmen liegen, haben wir für eine bessere Übersichtlichkeit weggelassen.

    Im Stadtbezirk Bonn sollten die Netzlücken an der Bahnunterführung in der Poppelsdorfer Allee und die gefährliche Engstelle in der Pendlerroute nach Alfter an der Justus-von-Liebig-Straße zügig angegangen werden. Beide haben für den Radverkehr eine hohe Bedeutung.

    Im Bereich Hochstaden-, Kaiser-Karl- und Augustusring sollte mit der Neuaufteilung der Straßenflächen Raum für sichere Radwege geschaffen werden. Auch auf der wichtigen Achse Hauptbahnhof – Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium – Campus Poppelsdorf über die Colmantstraße und Endenicher Allee ist ausreichend Fläche vorhanden, die für Radwege genutzt werden sollte.

    Von besonderer Bedeutung gerade auch für Pendler mit dem E-Bike ist die Route zum Venusberg. Hier wird bereits der Alte Fahrweg stückweise erneuert. Es braucht dafür noch den Anschluss an die Südstadt über Jagdweg und Heinrich-Lützeler-Straße und im oberen Bereich die Entschärfung der Einmündung in die Robert-Koch-Straße.

    Als Verbindung der Stadteile von Kessenich über Poppelsdorf nach Endenich kommt der Sebastianstraße eine hohe Bedeutung zu. Hier gibt es heute viel Radverkehr aber keine sichere Radwegführung. Ein Verbindung mit ähnlich hoher Bedeutung und aktuellen Nutzungskonflikten führt über die Röckumstraße.

    In die Kategorie der Netzlücken fällt auch die Verbindung von Ippendorf nach Röttgen durch das Katzenlochbachtal. Für die Lösung des Konfliktes zwischen den Verkehrsformen lässt der Naturschutz wenig Raum. Wir sehen Lösungsmöglichkeiten mit Ampel, Gehweg und Radspur. Einfacher lässt sich die Verbindung von Röttgen nach Witterschlick durch Erneuerung der Oberfläche für Radfahrende besser nutzbar machen.

    Unterführung Kaiserplatz – Poppelsdorfer Allee

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute
    • Ziel ist eine Trennung von Fuß- und Radverkehr
    • Bei der Umsetzung ist eine Zusammenarbeit mit der DB erforderlich
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    Lesehilfe für die obige Tabelle: ein niedriger Wert ist zu verstehen als „geringe Bedeutung“, ein hoher Wert als „hohe Bedeutung“. Die dargestellte Maßnahme hat daher eine hohe Bedeutung für den Lückenschluss im Radwegenetz, jedoch lässt sich hier nicht „einfach Strecke machen“. Die Bedeutung für sichere Schulwege ist mittel, das Gefahrenpotenzial mäßig.

    Gefahrenstelle Justus-von-Liebig-Straße

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute
    • Die Maßnahme ist Teil der bestehenden Radpendlerroute Bornheim – Bonn
    • Aktuell besteht ein gemeinsamer Fußweg mit Zweirichtungs-Radweg mit deutlicher Unterschreitung der Mindestbreiten
    • Lückenschluss von Bendenweg auf Justus-von-Liebig-Straße bis Brühler Straße (z. B. Umwidmung einer MIV-Spur für Zweirichtungsradweg, dabei könnte der motorisierte Verkehr einspurig mit Hilfe einer Ampellösung geführt werden. Eine solche Lösung ist seit Jahren in Oberdollendorf auf der Heisterbacher Straße zwischen Lindenstraße und St.-Laurentiuskirche eingerichtet)
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    Verbindungsring Rhein – Viktoriabrücke (Hochstadenring / Kaiser-Karl-Ring / Augustusring)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute
    • Wird vom beschlossenen „Entwicklungskonzept Radverkehr in der Bonner Innenstadt“ zum Ausbau empfohlen
    • Aktuell besteht ein hohes Gefahrenpotential, insbesondere im Bereich mit baulicher Spurtrennung und Parken im Seitenraum
    • Parkstände bieten Flächen für die zukünftige Einrichtung von Radverkehrsinfrastruktur
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    Endenicher Allee / Colmantstraße

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute
    • Wichtige Verbindung von/zum Hauptbahnhof nach Endenich und weiter zum Hardberg
    • Hohe Bedeutung für die Schulwegsicherheit
    • Anbindung vom Campus Poppelsdorf an die Innenstadt
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    Verbindung Venusberg (Jagdweg, Heinrich-Lützeler-Str., Robert-Koch-Str., Alter Fahrweg)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute
    • Anschluss an Pendlerroute durch Kurfürstenstraße und Weberstraße in der Südstadt
    • Bedeutender Lückenschluss zu den Unikliniken und ihrem wachsenden Bedarf sowie zu den Schulen in der Südstadt
    • Besonderes Augenmerk sollte auf den Knotenpunkt Robert-Koch-Straße/Alter Fahrweg gelegt werden
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    Knotenpunkt Hauweg / Robert-Koch-Straße

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute
    • Anschluss an Pendlerroute durch Hauweg / Alter Fahrweg in der Südstadt
    • Besonderes Augenmerk auf die Sicherheit für Radfahrende an der Kreuzung Hauweg / Robert-Kochstraße (Kreisverkehr?)
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    Sebastianstraße (zwischen Flodelingsweg und Argelanderstraße)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Hauptroute
    • Aktuell gibt es keine Radverkehrsinfrastruktur oder Schutzstreifen in der Dooringzone, dadurch Gefahr von Dooring-Unfällen
    • Parkstände bieten Flächen für Radverkehrsinfrastruktur
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    Röckumstraße (zwischen Flodelingsweg und Autobahn)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute 
    • Verbindung Lengsdorf über Endenich zum Hauptbahnhof
    • Eine Fahrradstraße ist geplant zwischen Flodelingsweg und Magdalenenstraße
    • Busverkehr auf funktionell einspuriger Straße
    • Es ist kein Radweg vorhanden, Gefährung durch parkende PKW
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    Röttgener Straße (zwischen Ippendorf und Röttgen)

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Hauptroute  
    • Keine Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur vorhanden
    • Röttgener Straße mit Ampel im Katzenlochbachtal oder die Brücke verbreitern.
    • Richtung Ippendorf bergauf rechts Radweg anlegen
    • Richtung Röttgen bergauf rechts Radweg anlegen
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    Witterschlicker Allee

    Wichtige Aspekte für diese Maßnahme

    • Netzkategorie: Radpendlerroute   
    • Wichtige Verbindung zwischen Röttgen und Witterschlick
    • Waldweg in sehr schlechtem Zustand
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    Wie geht es weiter?

    Diese Empfehlungen haben wir an die Verwaltung weitergegeben, damit sie geprüft und daraus die nächsten Projekte und ein eigener Umsetzungsplan entwickelt werden können. Gleichzeitig wenden wir uns mit unseren Vorschlägen an die Politik und die Öffentlichkeit. Wir glauben, dass es wichtig ist, Fahrradwege im Netz und über Hauptrouten zu planen und umzusetzen. Dafür wollen wir die inhaltliche Diskussion anstoßen und Verständnis bei den Politiker:innen und Bürger:innen erreichen. Um den Radentscheid umzusetzen, braucht es die Arbeit an durchgehenden Routen. Nur so wird der Nutzen einer durchgängig guten Radinfrastruktur erfahrbar werden.

    Erstellt in Zusammenarbeit mit dem ADFC Bonn/Rhein-Sieg