Umsetzung

Adenauerallee – Mehr Radfahrende und kein Stau.

Fakten statt Mutmaßungen – Begeisterung statt Gemecker: Das war unsere Motivation uns am 8. Mai 24 von 7 bis 17 Uhr an die Adenaueralle zu stellen. 1656 Radfahrende haben wir gezählt und viel positive Resonanz bekommen.

Wenn man viele Stunden an der Adenauerallee steht, kann man vieles beobachten. Insgesamt 1.656 Personen waren zwischen 7:00 und 17:00 Uhr auf Höhe der Unibibliothek mit dem Fahrrad unterwegs. Hochgerechnet auf den Tag sind das ca. 2.500 Radfahrende. Und das am ersten Tag nach einer Regenperiode, an dem man sich noch nicht ganz sicher sein konnte, dass es trocken bleibt. Das sind nicht wenige.

Interessant ist, dass der Autoverkehr auch ohne Stau deutlich langsamer läuft als früher. Damit ist es leiser auf der Adenauerallee und die Barriere, die die vierspurige Straße immer bedeutete, ist durchlässiger geworden. Wir beobachteten viele Fußgänger:innen und Radfahrende, die die Straße überquerten.

Der Stau blieb (weitgehend) aus. Was die Google-Zahlen (siehe hier) gemessen haben, zeigte sich auch an diesem Mittwoch. Lediglich gegen 17:00 Uhr gab es einen kurzen Stau in Richtung Innenstadt. Dabei sind die Ampeln an der Rathausgasse und am Bertha-von-Suttner-Platz die Engstellen.

Und dass nicht nur wir das gut finden, haben uns viele bestätigt, die angehalten und mit uns geredet haben. Diese Radspuren sind ein wirklicher Gewinn für die Stadt. Diese Erfahrungen entlarven die gelben Plakate mit „44 Stunden Zeitverlust“ als Übertreibung und Polarisierungsversuch. Wir fordern die Politiker auf, die endgültige Entscheidung über die Verkehrsaufteilung auf Basis der Fakten zu machen.

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„Ich komme aus Königswinter, fahre jetzt zum dritten oder vierten Mal über die Adenauerallee und finde es toll. Es öffnet die Augen für eine neue Perspektive.“

Josef Lederle, Königswinter

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Ich wohne hier an der Adenauerallee. Ich fahre hier täglich zig-mal mit dem Fahrrad entlang, zur Arbeit, in die Stadt, ich nutze die Radspur ständig. Seit dem Verkehrsversuch ist das Radfahren an der Adenauerallee deutlich angenehmer und sicherer geworden, sodass ich meine täglichen Wege mit mehr Ruhe und Spaß fahren kann. Ich hoffe, es bleibt so!

Mareike Neumann

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„Ich fahre hier mit Fahrradanhänger täglich zur Kita und zurück und es war mit dem Schutzstreifen vor dem Versuch ultra nervig, wenn man von den Autos geschnitten wird. Die Radspur sollte unbedingt beibehalten werden!“

Verena Oberlader

Verena

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„Die Adenauerallee ist endlich ungefährlich!“

Raimund Gerber

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„Wir fahren jeden Tag hier lang. Früher sind wir auch schon auf der Adenauerallee gefahren, aber mit mehr Angst.“

Timo Bremer

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Radfahrer Adenauerallee Bonn

„Ich finde die Radspuren sehr gut, weil sie das Radfahren sicherer machen.“

Carl Schamel

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„Als Radfahrerin finde ich die breiten Radstreifen total super, weil ich mich viel sicherer fühle und weil man auch mal einen anderen Radfahrer überholen kann. Als Autofahrerin kann ich das Gemecker über die so viel längeren Zeiten nicht nachvollziehen. Ich bin hier auch in der Regel in der Rushhour mit dem Auto unterwegs und wenn ich mal zwei oder drei Minütchen länger brauche, stört mich das nicht.“

Stefanie Ludes

Radfahrerin auf der Andenauerallee

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Fahrradfahrer auf der Adenauerallee Bonn

„Das Sicherheitsgefühl hat auf jeden Fall zugenommen. Es ist auch mehr Abstand zu den parkenden Fahrzeugen möglich. Ich habe leider oft gemerkt, dass noch mehr in die Kreuzungen reingefahren wird, so dass es dann dort eng wird.
Ich kann nicht bemerken, dass der Verkehr insgesamt langsamer geworden ist, da es ohnehin am Koblenzer Tor einspurig wird.“

Rainer

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„Für mich macht es einen riesigen Unterschied, weil ich jeden Tag zum Juridicum fahre. Vorher war es ein ziemlicher Pain hier langzufahen, jetzt kann ich hier unbesorgt fahren. Radfahrende können andere überholen, es gibt genug Platz, einfach super.“

Anna

„Ich habe kein Auto und keinen Führerschein und bin aufs Fahrrad angewiesen. Ich bin vorher nicht über die Adenauerallee gefahren und jetzt ist sie eine Alternative geworden, von 0 auf 100.“

Louisa

„Ich genieße es, dass ich an der Adenauerallee nicht mehr bedrängt werde.“

Anja

„Durch die Poller fühle ich mich sicherer.“

Sandra

geschrieben von Steffen

2 Kommentare

  • Anonymous sagt:

    Vielen Dank für eure Aktion! Ich finde es großartig, wenn in Bonn etwas für sicheren Radverkehr getan wird!

  • Anonymous sagt:

    Überfällig!

    Schade, dass man im Bonn des Jahres 2024 überhaupt noch mit Benzinköpfen von IHK, CDU (und mit Abstrichen auch SPD) über vierspurige Autostraßen innerorts diskutieren muss, als sei es 1965.

    Derweil haben sich andere Großstädte und Metropolen rund um den Globus vom Autozentrismus längst verabschiedet.

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